Randers Regnskov - Tropical Zoo
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Tiere im Randers Regenwald

Königskobra (Ophiophagus hannah)

 

Kategorie:

Reptilien.

Herkunft:

Asien.

Standort im Zoo:

Dioramen.

Beschreibung:

Königskobras werden bis zu 6 m lang und sind damit die größten Giftschlangen der Welt. Sie leben nur in Asien, aber sie sind Weltweit bekannt für ihr hitziges Temperament.

Königskobras haben ganz außergewöhnliche Essangewohnheiten. Sie ernähren sich nämlich ausschließlich von Schlangen. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Schönnattern und mittelgroße Pythons, aber auch andere Giftschlangen wie die Indische Kobra oder kleinere Artgenossen werden nicht verschmäht.

Hier im Randers Regenwald füttern wir unsere Königskobras mit toten Ratten. Damit die Kobra sich überhaupt für die Ratten interessiert binden Tierpfleger ein Stück Schlange an die Ratte oder wenden sie in einer "Schlangenmarinade".

Eine weitere Besonderheit ist, dass Königskobras im Gegensatz zu den meisten anderen Schlangen Nester bauen. Die Nester bestehen aus Blättern und Zweigen welche die Weibchen zu einem Haufen zusammenschieben. In dieses Nest legen sie bis zu 50 Eier und am Ende legen sie sich selbst brütend auf das Nest. Allerdings erzeugen Königskobras nicht wie viele Pythons Wärme durch Muskelbewegung. Ihr Nest beginnt langsam zu verrotten und produziert dabei Wärme die die Schlangenmutter nutzt.

Das Weibchen bleibt 60-80 Tage auf ihrem Nest liegen, solange bis ihre Jungen geschlüpft sind.

Das Männchen lässt sein Weibchen allerdings nicht allein beim Bewachen der Brut. Es hält sich ganz in der Nähe auf um Feinde zu verjagen. Das Männchen ist in der Zeit, wie das Weibchen auch, deutlich agressiver als gewöhnlich. Nähert sich Gefahr nehmen Königskobras ihre typische Verteidigungshaltung ein: sie richten das vordere Drittel ihres Körpers auf und breiten ihre Nackenhaut aus, während sie laut fauchen. Eine ausgewachsene Kobra kann sich in einer solchen Situation auf Augenhöhe eines Erwachsenen erheben. 

 

Nutzwert:

Wie die meisten Schlangen sind auch Königskobras sehr scheu und vermeiden Konfrontationen. Sie greifen nur an, wenn sie sich in die Ecke gedrängt fühlen.

Königskobras produzieren ihr Gift in umgewandelten Speicheldrüsen. Das Gift greift das zentrale Nervensystem des Opfers an und kann damit die Atmung lähmen und Herzstillstand verursachen.

Verglichen mit anderen Giftschlangen ist das Gift der Königskobra nicht besonders giftig. Dafür produzieren sie allerdings enorme Mengen. Mit einem Biss können sie mit ihren 1,25 cm langen Zähnen 6-7 ml Gift injizieren. Diese Menge Gift kann einen Menschen innerhalb weniger Minuten töten und einen Elefanten innerhalb von 3 Stunden.

Wird man gebissen ist es wichtig, dass man schnellstmöglich ins Krankenhaus kommt. Dort bekommt man ein Gegengift, welches das Gift außer Gefecht setzt. In den Verbreitungsgebieten der Königskobras liegt das nächste Krankenhaus oft weit entfernt. Opfer aus der lokalen Bevölkerung trinken daher Kräutertees und kauen besondere Blätter in der Hoffnung, dass sie dies am Leben halten wird bis sie das eigentliche Gegengift erhalten.

In Burma werden Königskobras trotz ihres Giftes von weiblichen Schlangenbeschwörern vorgeführt. Diese Schlangenbeschwörer haben oft 3 kleine Symbole an ihrem Körper, welche mit einer Mischung aus Tinte und Kobragift tätoowiert werden. Diese Tatoos sollen die Schlangenbeschwörer beschützen. 

Im Internet seit:

08-02-2007 10:31

Aktualisiert:

05-05-2010 10:55

 
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