Da Erdferkel sich in der Natur hauptsächlich von Termiten ernähren, sind sie auch vom Körperbau her gut an diese Lebensweise angepasst. Ihre lange Nase, mit dem gut entwickelten Geruchsinn, ist sehr gut geeignet, um Termiten aufzuspüren. Ihre kräftigen Klauen sind ideal, um Termitenbauten aufzubuddeln und mit ihrer 40 cm langen, klebrigen Zunge können sie die Termiten fangen.
Erdferkel sind nachtaktiv und wandern jede Nacht viele Kilometer, um Nahrung zu finden. Tagsüber liegen sie in einer Höhle, in der Erde, welche sie, mit ihren kräftigen Beinen, selbst gebuddelt haben. In der Natur leben die Männchen und Weibchen jeweils in ihrer eigenen Höhle. Die riesigen Nägel ihrer Zehen wirken wie kleine Schaufeln, mit denen ein Erdferkel einen 3-4 Meter langen Tunnel in wenigen Minuten graben kann. Hört ein Erdferkel einen Löwen, oder einen Leoparden, dann wird es versuchen sich in einer seiner Höhlen zu verstecken. Aber es kann sich auch selbst verteidigen, mit nach hinten gerichteten Schlägen. Die können so kräftig sein, dass sie eine der großen Raubkatzen töten könnten.
Bei der Geburt wiegt ein Erdferkel etwa 2 kg, während es zwischen 40 und 100 kg wiegt wenn es ausgewachsen ist. Wie bei vielen nachtaktiven Tieren ist ihr Gehör besser ausgebildet, als ihre Sehfähigkeit. Dies macht sich auch an der größe ihrer Augen und Ohren bemerkbar. Erdferkel haben sehr große Ohren, aber kleine Augen. Im übrigen sind sie farbenblind. Es wurde beobachtet, wie ein Erdferkel auf der Flucht, gegen einen Baum gerannt ist.
Nutzwert:
Selbst wenn man Erdferkel nur selten zu Gesicht bekommt, sind sie vermutlich nicht bedroht und es wird auch Jagd auf sie gemacht. Man sagt ihr Fleisch schmecke wie Schweinefleisch.